Mouseover

Immer mehr Webshopbetreiber nutzen die Mouseover-Funktion, um Informationen (z. B. Zusatzstoffe und/oder Allergene) entsprechend in Produktnähe anzuzeigen. Den Gerichten reicht dies aber nicht.

So haben bereits das Landgericht Hamburg am 13.06.2014 und das OLG Frankfurt am 23.02.2011 entschieden:

„Der sogenannte Mouseover-Effekt ist zur hinreichenden Aufklärung von vornherein unzureichend, weil der Mouseover-Link als solcher nur erkannt wird, wenn der Besucher der Webseite den Curser über den als Link ausgestatteten Bestandteil der Webseite bewegt. Es ist daher keineswegs sichergestellt und hängt eher vom Zufall ab, ob die Besucher der Seite den Link überhaupt wahrnehmen.“

Zahlreiche andere Gerichte, unter ihnen auch das Landgericht Berlin haben sich dieser Rechtsprechung angeschlossen, so dass wir dringend davon abraten, die Informationen ausschließlich mittels der Mouseover-Funktion zur Verfügung zu stellen. Diese kann nur unterstützend verwandt werden. Die Erläuterungen sollten aber in jedem Fall noch einmal auf der Seite gut lesbar dargestellt werden.